A Travellerspoint blog

Nov 2005

Letztes Ziel der Reise

Ulm

overcast 2 °C

Aaaaaaaaaaaaaaaaaaaarg!!!

Aber hey, hab wieder ne Ö-, Ü-, und Ä-Taste...

Posted by theandyman 1:53 PM Archived in Round the World | Germany Comments (0)

Rio de Janeiro

Karneval, The Big Dude, Zuckerhut, Copacabana, Favela, Scheisswetter, boese Buben und durstige Polizisten

sunny 28 °C

Hola allerseits zu meinem letzten Blog-Eintrag auf fremdem Boden!

Fuenf Tage Rio de Janeiro. Nach drei Stunden schaffen wir es bereits, auf offener Strasse von einem mutmasslich bewaffneten Kerl ausgeraubt zu werden. Zum Glueck verliert jeder nur 20 Reais und keiner die Nerven. Frage mich nur, warum dieser Mensch meinen Reisewecker nicht behalten will, den gibt er mir grinsend und kopfschuettelnd wieder zurueck. Erste Lektion gelernt: man sollte in dieser Stadt nur die noetigste Kohle mithaben und diese dezentralisiert bei sich tragen!

Die Stadt ist sehr schoen gelegen, mit vielen Huegeln (wie dem beruehmten Zuckerhut) und Straenden (wie der beruehmten Praia Copacabana). Allerdings ist die Stadt uebersaet mit haesslichen grauen Hochhaeusern (vor allem auch an besagtem beruehmten Strand) und durchzogen mit Favelas, den Armenvierteln von Rio. Man muss aufpassen, dass man nicht aus Versehen die falsche Strasse nimmt, sonst befindet man sich ploetzlich in einer Gegend, die man besser meiden sollte.

Leider bessert sich die Wettersituation nicht, es bleibt bewoelkt und leicht regnerisch. So wird es also nix mit knappen Bikinis an den Praias :o( Auch The Big Dude, die beruehmte Jesusstatue, die Rio offensichtlich nicht besonders erfolgreich im Auge behaelt, wird waehrend unserem Besuch von Wolken eingehuellt. Ausserdem ist der Sockel von einem Haesslichen Baugeruest verdeckt. Zum Glueck sind wir noch rechtzeitig, um einen Vogelperspektiven-Blick der Stadt einfangen zu koennen.

Sehr beeindruckend ist eine gefuehrte Tour durch eine Favela. Mit dem Motorrad-Taxi geht es mitten durch auf den Berg rauf, dann zu Fuss durch die kleinen Strassen durch das Armenviertel. Aus der Mittendrin-Perspektive sieht die Sache erstmal gar nicht mehr so bedrohlich aus, man trifft auf sehr freundliche und liebenswerte Menschen. Allerdings relativieren Mitglieder der ansaessigen Drogen-Gang ADA (Amigos dos Amigos - Freunde der Freunde), die gar nicht so freundlich aussehen, das Bild. Man trifft die Wachposten hier entweder mit Walkie-Talkie oder mit schweren MGs und Handgranaten bewaffnet an. Ausserdem besuchen wir einen ansaessigen Kuenstler und eine Kindertagestaette, die von den Einnahmen der Tour mitfinanziert wird. Insgesamt bietet die Tour einen wertvollen Einblick in das Leben in den Armenvierteln Brasiliens, der einem ein klareres Bild verschafft. Da der Tourbetreiber auch die soziale Arbeit in dem Viertel mitorganisiert, ist er hier bekannt und man fuehlt sich keine Sekunde unsicher.

Wochenende: Freitag Nacht geht es nach Lapa auf die Lapa Street Party. Feiern in zahlreichen Clubs und auf der belebten Strasse, bis ueber dem Dude die Sonne aufgehen wuerde, wenn es nicht so bewoelkt waere. Zumindest regnet es nicht und es bleibt angenehm warm. Samstag noch zum Karneval-Trainingslauf einer Samba-Schule in einer Halle, die aussieht wie ein uebergrosses Fast-Food-Restaurant. Beeindruckend - wenn die selbe Party von mehreren Schulen in den Strassen gestartet wird, dann muss hier der Punk rocken!!! Leider erst im Februar...

Heute ging es nach Sao Paulo. Lustig: Der Bus wurde unterwegs von Polizisten angehalten, die nichts anderes im Sinn hatten, als sich ein paar Flaschen Wasser aus den Reisevorraeten zu holen. Die koennen sich hier offensichtlich alles erlauben.

Dazu faellt mir noch ne Story von einem von Jussis Freunden ein: Bei seinem Rio-Besuch wurde er von der Polizei nach Drogen untersucht. Waehrenddessen warf ihnen ein Drogendealer einen Beutel Kokain vor die Fuesse. Die Polizisten durchsuchen ihre Geldbeutel nach Papieren und wollen die Jungs wegen Drogenbesitz mitnehmen. Nach laengerer Diskussion 'glauben' die Polizisten an deren Unschuld und lassen sie doch gehen. Als sie zurueck im Hostel sind bemerken sie, dass all ihr Geld aus den Geldbeuteln fehlt. Soviel zum Thema, ob man der Polizei in Rio trauen kann...

Morgen Nachmittag geht mein Flug zurueck nach Deutschland. Gemischte Gefuehle nach 12 Monaten Reise...

Bis denne,
obrigado e tschao!

Posted by theandyman 2:43 PM Archived in Round the World | Brazil Comments (0)

Curitiba und Ilha do Mel

Einmal Paradies und zurueck bidde!

overcast 27 °C

Curitiba: erstmal mein Portemonnaie verloren - klassisch. Wird zum Glueck wieder aufgefunden!

Ausgehen mit einer Brasilianerin, die kein Englisch kann - interessant. Mit gebrochenem Spanisch, noch gebrochenerem Portugiesisch, einem Phrasebook, viel Papier und noch mehr Bier und Caipirinha schlagen wir uns nicht schlecht. Gute und lange Nacht!

Zugfahrt durch den Atlantischen Regenwald nach Paranagua. Leider recht nebelig, trotzdem ein fantastisches Erlebnis!

Mit dem Boot von Paranagua auf die Ilha do Mel (Honiginsel). Komplett autofrei mit extrem gechillter Atmosphaere und fantastischen Straenden muss hier wohl das Paradies auf Erden sein. Leider haben wir nur eine Uebernachtung lang Zeit. Die Tatsache, dass es am Morgen regnet, macht den Abschied etwas leichter, streicht aber auch unsere geplante Vormittags-Wanderung ueber die Insel aus dem Plan (wenn es sowas wie nen Plan ueberhaupt gibt...).

Ueberfahrt aufs Festland nach Puntal do Parana - werden nass auf einem kleinen Boot bei relativ rauher See. Kommen trotzdem heil an und werden von ein paar sehr netten Brasilianern nach Curitiba mitgenommen.

Um 9 geht unser Bus von Curitiba nach Rio de Janeiro...

Posted by theandyman 9:24 AM Archived in Train Travel | Brazil Comments (1)

Florianopolis

Strand, Caipi und Balsam fuer die Augen...

semi-overcast 25 °C

Mit einem alten Bekannten, Henrique 'das Tier', den ich schon aus Deutschland von einem Besuch bei Joel kenne, geht es nach Floripa. Die Stadt liegt jeweils zur Haelfte auf dem Festland und auf einer Insel, der Ilha de Santa Catarina. Meine Bleibe finde ich in Barra de Lagoa in einem Hostel, das wie eine kleine Surferkommune anmutet. Grossartige Besitzer, direkt an einem Strand an der Ostkueste der Insel und incl. Blick auf das Meer und den kleinen Fischereihafen. Ausserdem kann man Surf- und Bodyboardausruestung benutzen und es gibt ein fantastisches Fruehstueck!

Treffe hier wieder auf Jussi, den Finnen mit dem ich in schon Paraguay war. Ein Ausflug in die Innenstadt offenbart nichts besonderes, nach zwei Stunden ist die Sache abgehakt. Hier gibt es hauptsaechlich abgewrackte Gebaeude und eine grosse Haengebruecke, die ausser Betrieb ist.

Die eigentliche Attraktion von Floripa sind die Straende in den gemuetlichen Vororten der Ilha. Leider ist das Wetter nur an einem Tag wirklich strandtauglich, was wir ausnutzen, um ein paar Wellen (naja, zumindest haben wir es versucht...) und nen Sonnenbrand (mit ueberwaeltigendem Erfolg!!!) einzufangen.

Ein Surfwettbewerb an einem der Straende hier eignet sich hervorragend, um gemuetlich ein paar Caipis zu schluerfen und uns von den beruehmten Qualitaeten brasilianischer Frauen ueberzeugen zu koennen. Eine Wanderung ueber die Huegel der Insel mit fantastischer Sicht ueber die Straende und die Lagune runden das Tagesprogramm fuer den Aufenthalt hier ab.

Doch auch fuer das Nachtleben ist Floripa beruehmt. Wenn du in Deutschland in einem Club denkst, dort gaebe es besonders viele schoene Frauen - think again! (...nein, ich spreche nicht von Studentenclubs in Ilmenau!) Auch eine Halloweenparty im Hostel gehoert zu den Highlights.

Bin nun mit Jussi auf dem Weg nach Curitiba, Paranagua, Ilho do Mel und Rio de Janeiro. Machen gerade Zwischenstopp in Joinville, um Joel nochmal einen Besuch abzustatten, mein Gepaeck abzuholen und laestige Dinge wie Waesche waschen zu erledigen...

Posted by theandyman 9:41 AM Archived in Brazil Comments (0)

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