Travel Blogs by Travellerspoint

Letztes Ziel der Reise

Ulm

overcast 2 °C

Aaaaaaaaaaaaaaaaaaaarg!!!

Aber hey, hab wieder ne Ö-, Ü-, und Ä-Taste...

Posted by theandyman 13:53 Archived in Round the World | Germany Comments (0)

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Rio de Janeiro

Karneval, The Big Dude, Zuckerhut, Copacabana, Favela, Scheisswetter, boese Buben und durstige Polizisten

sunny 28 °C

Hola allerseits zu meinem letzten Blog-Eintrag auf fremdem Boden!

Fuenf Tage Rio de Janeiro. Nach drei Stunden schaffen wir es bereits, auf offener Strasse von einem mutmasslich bewaffneten Kerl ausgeraubt zu werden. Zum Glueck verliert jeder nur 20 Reais und keiner die Nerven. Frage mich nur, warum dieser Mensch meinen Reisewecker nicht behalten will, den gibt er mir grinsend und kopfschuettelnd wieder zurueck. Erste Lektion gelernt: man sollte in dieser Stadt nur die noetigste Kohle mithaben und diese dezentralisiert bei sich tragen!

Die Stadt ist sehr schoen gelegen, mit vielen Huegeln (wie dem beruehmten Zuckerhut) und Straenden (wie der beruehmten Praia Copacabana). Allerdings ist die Stadt uebersaet mit haesslichen grauen Hochhaeusern (vor allem auch an besagtem beruehmten Strand) und durchzogen mit Favelas, den Armenvierteln von Rio. Man muss aufpassen, dass man nicht aus Versehen die falsche Strasse nimmt, sonst befindet man sich ploetzlich in einer Gegend, die man besser meiden sollte.

Leider bessert sich die Wettersituation nicht, es bleibt bewoelkt und leicht regnerisch. So wird es also nix mit knappen Bikinis an den Praias :o( Auch The Big Dude, die beruehmte Jesusstatue, die Rio offensichtlich nicht besonders erfolgreich im Auge behaelt, wird waehrend unserem Besuch von Wolken eingehuellt. Ausserdem ist der Sockel von einem Haesslichen Baugeruest verdeckt. Zum Glueck sind wir noch rechtzeitig, um einen Vogelperspektiven-Blick der Stadt einfangen zu koennen.

Sehr beeindruckend ist eine gefuehrte Tour durch eine Favela. Mit dem Motorrad-Taxi geht es mitten durch auf den Berg rauf, dann zu Fuss durch die kleinen Strassen durch das Armenviertel. Aus der Mittendrin-Perspektive sieht die Sache erstmal gar nicht mehr so bedrohlich aus, man trifft auf sehr freundliche und liebenswerte Menschen. Allerdings relativieren Mitglieder der ansaessigen Drogen-Gang ADA (Amigos dos Amigos - Freunde der Freunde), die gar nicht so freundlich aussehen, das Bild. Man trifft die Wachposten hier entweder mit Walkie-Talkie oder mit schweren MGs und Handgranaten bewaffnet an. Ausserdem besuchen wir einen ansaessigen Kuenstler und eine Kindertagestaette, die von den Einnahmen der Tour mitfinanziert wird. Insgesamt bietet die Tour einen wertvollen Einblick in das Leben in den Armenvierteln Brasiliens, der einem ein klareres Bild verschafft. Da der Tourbetreiber auch die soziale Arbeit in dem Viertel mitorganisiert, ist er hier bekannt und man fuehlt sich keine Sekunde unsicher.

Wochenende: Freitag Nacht geht es nach Lapa auf die Lapa Street Party. Feiern in zahlreichen Clubs und auf der belebten Strasse, bis ueber dem Dude die Sonne aufgehen wuerde, wenn es nicht so bewoelkt waere. Zumindest regnet es nicht und es bleibt angenehm warm. Samstag noch zum Karneval-Trainingslauf einer Samba-Schule in einer Halle, die aussieht wie ein uebergrosses Fast-Food-Restaurant. Beeindruckend - wenn die selbe Party von mehreren Schulen in den Strassen gestartet wird, dann muss hier der Punk rocken!!! Leider erst im Februar...

Heute ging es nach Sao Paulo. Lustig: Der Bus wurde unterwegs von Polizisten angehalten, die nichts anderes im Sinn hatten, als sich ein paar Flaschen Wasser aus den Reisevorraeten zu holen. Die koennen sich hier offensichtlich alles erlauben.

Dazu faellt mir noch ne Story von einem von Jussis Freunden ein: Bei seinem Rio-Besuch wurde er von der Polizei nach Drogen untersucht. Waehrenddessen warf ihnen ein Drogendealer einen Beutel Kokain vor die Fuesse. Die Polizisten durchsuchen ihre Geldbeutel nach Papieren und wollen die Jungs wegen Drogenbesitz mitnehmen. Nach laengerer Diskussion 'glauben' die Polizisten an deren Unschuld und lassen sie doch gehen. Als sie zurueck im Hostel sind bemerken sie, dass all ihr Geld aus den Geldbeuteln fehlt. Soviel zum Thema, ob man der Polizei in Rio trauen kann...

Morgen Nachmittag geht mein Flug zurueck nach Deutschland. Gemischte Gefuehle nach 12 Monaten Reise...

Bis denne,
obrigado e tschao!

Posted by theandyman 14:43 Archived in Round the World | Brazil Comments (0)

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Curitiba und Ilha do Mel

Einmal Paradies und zurueck bidde!

overcast 27 °C

Curitiba: erstmal mein Portemonnaie verloren - klassisch. Wird zum Glueck wieder aufgefunden!

Ausgehen mit einer Brasilianerin, die kein Englisch kann - interessant. Mit gebrochenem Spanisch, noch gebrochenerem Portugiesisch, einem Phrasebook, viel Papier und noch mehr Bier und Caipirinha schlagen wir uns nicht schlecht. Gute und lange Nacht!

Zugfahrt durch den Atlantischen Regenwald nach Paranagua. Leider recht nebelig, trotzdem ein fantastisches Erlebnis!

Mit dem Boot von Paranagua auf die Ilha do Mel (Honiginsel). Komplett autofrei mit extrem gechillter Atmosphaere und fantastischen Straenden muss hier wohl das Paradies auf Erden sein. Leider haben wir nur eine Uebernachtung lang Zeit. Die Tatsache, dass es am Morgen regnet, macht den Abschied etwas leichter, streicht aber auch unsere geplante Vormittags-Wanderung ueber die Insel aus dem Plan (wenn es sowas wie nen Plan ueberhaupt gibt...).

Ueberfahrt aufs Festland nach Puntal do Parana - werden nass auf einem kleinen Boot bei relativ rauher See. Kommen trotzdem heil an und werden von ein paar sehr netten Brasilianern nach Curitiba mitgenommen.

Um 9 geht unser Bus von Curitiba nach Rio de Janeiro...

Posted by theandyman 09:24 Archived in Train Travel | Brazil Comments (1)

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Florianopolis

Strand, Caipi und Balsam fuer die Augen...

semi-overcast 25 °C

Mit einem alten Bekannten, Henrique 'das Tier', den ich schon aus Deutschland von einem Besuch bei Joel kenne, geht es nach Floripa. Die Stadt liegt jeweils zur Haelfte auf dem Festland und auf einer Insel, der Ilha de Santa Catarina. Meine Bleibe finde ich in Barra de Lagoa in einem Hostel, das wie eine kleine Surferkommune anmutet. Grossartige Besitzer, direkt an einem Strand an der Ostkueste der Insel und incl. Blick auf das Meer und den kleinen Fischereihafen. Ausserdem kann man Surf- und Bodyboardausruestung benutzen und es gibt ein fantastisches Fruehstueck!

Treffe hier wieder auf Jussi, den Finnen mit dem ich in schon Paraguay war. Ein Ausflug in die Innenstadt offenbart nichts besonderes, nach zwei Stunden ist die Sache abgehakt. Hier gibt es hauptsaechlich abgewrackte Gebaeude und eine grosse Haengebruecke, die ausser Betrieb ist.

Die eigentliche Attraktion von Floripa sind die Straende in den gemuetlichen Vororten der Ilha. Leider ist das Wetter nur an einem Tag wirklich strandtauglich, was wir ausnutzen, um ein paar Wellen (naja, zumindest haben wir es versucht...) und nen Sonnenbrand (mit ueberwaeltigendem Erfolg!!!) einzufangen.

Ein Surfwettbewerb an einem der Straende hier eignet sich hervorragend, um gemuetlich ein paar Caipis zu schluerfen und uns von den beruehmten Qualitaeten brasilianischer Frauen ueberzeugen zu koennen. Eine Wanderung ueber die Huegel der Insel mit fantastischer Sicht ueber die Straende und die Lagune runden das Tagesprogramm fuer den Aufenthalt hier ab.

Doch auch fuer das Nachtleben ist Floripa beruehmt. Wenn du in Deutschland in einem Club denkst, dort gaebe es besonders viele schoene Frauen - think again! (...nein, ich spreche nicht von Studentenclubs in Ilmenau!) Auch eine Halloweenparty im Hostel gehoert zu den Highlights.

Bin nun mit Jussi auf dem Weg nach Curitiba, Paranagua, Ilho do Mel und Rio de Janeiro. Machen gerade Zwischenstopp in Joinville, um Joel nochmal einen Besuch abzustatten, mein Gepaeck abzuholen und laestige Dinge wie Waesche waschen zu erledigen...

Posted by theandyman 09:41 Archived in Brazil Comments (0)

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Joinville und Blumenau

...oder was macht der Anton aus Tirol in Brasilien???

overcast 27 °C

In dieser Gegend Brasiliens ist ein grosser Teil der Bevoelkerung deutschstaemmig. Daher geht es am Wochenende nach Blumenau. Dort wird im grossen Stil das Oktoberfest gefeiert.

Der traditionelle Umzug durch die von Fachwerkhaeusern gesaeumten Strassen mutet vertraut und kurios gleichzeitig an. Deutsche Kultur mit suedamerikanischem Flair. Schaut euch mal die Bilder auf www.kl17.de.vu an.

Danach geht es in die Bierzelte. Brasilianische 'deutsche Volksmusikgruppen' spielen deutsche Volks- und Partymusik mit deutschen Texten - Der Anton aus Tirol und Ein Prosit der Gemuetlichkeit mit portugiesischem Akzent, sehr witzig! Ausserdem rennen viele in Trachten herum, die allerdings oft eher polnisch oder so aussehen. Macht nix, wir haben auf jeden Fall viel Spass und das Bier hier (EISENBAHN) ist gar nicht mal so schlecht...

Joinville hat sich eigentlich an einem knappen Tag erledigt. Hier gibt es keine besonderen Dinge zu sehen. Man kann nicht mal sagen, dass es besonders gemuetlich waere. Allerdings scheint Joel sich hier sehr wohl zu fuehlen.

Werde demnaechst nach Floreanopolis aufmachen, treffe mich wohl nochmal mit Jussi. Weitere Ziele werden Curitiba und Rio sein, bevor ich mich von Sao Paulo am 14. Richtung Deutschland aufmache.

Auf www.kl17.de.vu gibt es ausserdem ab sofort Bilder von Chile, Argentinien und Brasilien. Wie immer in der Fotogalerie unter 'Andy's World Travel' und mit Beschreibungen versehen (mit dem Mauszeiger ueber die Miniatuansichten).

Posted by theandyman 10:29 Archived in Brazil Comments (0)

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Drei Laender in zwei Tagen

oder kann man Maennern in rosa Polohemden und Maschinenpistolen trauen???

semi-overcast 27 °C

Zwei Tage Erholen am Swimmingpool des Hostels und im Hafencafe im gemuetlichen Puerto Iguaçu in Argentinien. An dem Tag, an dem ich beschliesse, die argentinische Seite der Iguaçu Faelle zu besuchen, meint es Petrus nicht gut mit mir. Es beginnt in Stroemen zu regnen und hoert nicht mehr auf. Badeshorts waren die richtige Klamottenwahl! Aus dem geplanten Bad in nem Wasserfall wird allerdings nix. Hart, wie ich bin, trotze ich den Naturgewalten und geniesse das spektakulaere Schauspiel der maechtigen Wasserfaelle bei Hochwasser im Close-Up. Leider quittiert diesmal die Menue-Taste meiner Kamera trotz Wasserschutz durch eine Plastiktuete aufgrund der hohen Feuchtigkeit spaeter den Dienst :o(

Im Hostel lerne ich den Finnen Jussi kennen. Wir beschliessen, da wir hier in einem Drei-Laender-Eck sind, sollten wir auch alle drei mal besuchen. Also geht es auf nach Ciudad del Este in Paraguay, direkt hinter der Grenze von Foz do Iguaçu/Brasilien.

Die Stadt hat einen Ruf als eine der korruptesten Staedte in Suedamerika und gilt als Umschlagplatz fuer illegale Waren wie Elektronik, Schwarzmarkt-DVDs und CDs, Waffen und Drogen. Direkt hinter der Grenze reihen sich hunderte von Marktstaenden auf. An jeder Ecke steht ein Mann mit einem grossen Gewehr oder einer Maschinenpistole. Der Bankautomat wird sogar von dreien solcher Kerle bewacht. Weiss nicht so recht, ob mich das beruhigen oder beunruhigen soll. Habe noch nie so viele Waffen auf einmal gesehen.

Nach 5 Uhr ist die Stadt dagegen voellig ausgestorben, es ist sogar schwierig, zwischen den Bauruinen und verrammelten Fenstern und Tueren ein Restaurant zu finden. Essen schliesslich bei einem Taiwanesen, bei dem wir uns mit einem Mann aus Honkong unterhalten, der sich hier 'geschaeftlich' niedergelassen hat - hm...

Am naechsten Tag gehen wir einkaufen, Klamotten, CDs, DVDs. Werde mit ner Stange Marlboro Lights uebers Ohr gehauen - in den Packungen befinden sich Billigzigaretten. Anyway, war trotzdem noch billig. Danach mit vollem Rucksack zu Fuss ueber die Grenze, eine Bruecke, die zu allen Seiten mit hohen Zaeunen abgesichert ist. Hier ueberqueren hunderte von Leuten mit riesigen Taschen voll mit DVDs, DVD-Playern, Computerteilen, usw die Grenze nach Brasilien und keiner kuemmert sich gross darum.

Checken in Foz do Iguaçu in ein Hostel im Ressort-Style ein. Lerne ein interessantes Spiel kennen, bei dem man Holzchips ueber eine Bahn in Oeffnungen am anderen Ende schleudern muss. Ne Art Mischung aus Billard, Eisstockschiessen und Vier Gewinnt. Lustig.

Am naechsten Tag besuchen wir noch den Itaipu-Staudamm, der groesste der Welt. Mit dem Beton, das hier verbaut ist, kann man ne ganze Stadt bauen. Dafuer deckt das Ding den Energiehaushalt von Paraguay zu 80% und den von Brasilien zu knapp 30%. Siehe dazu auch meinen Link zu spiegel.de in einem der frueheren Eintraege. Da die Ueberlauf-Schleusen zu sind und alles andere unter der Wasseroberflaeche passiert, ist das Ganze aber am Ende doch nicht ganz so spektakulaer.

Weiter zum Busterminal in Foz do Iguaçu. Mein Bus verspaetet sich um ueber eine Stunde. Waehrenddessen amuesiere ich mich dabei zu beobachten, wie die Leute versuchen, ihre Taschen voll frisch erworbener Schmuggelware in dem Laderaum eines anderen Busses unterzubekommen. Am Ende bleiben 5 Taschen uebrig. Der stolze Besitzer dieser Taschen diskutiert noch eine Weile mit dem Busfahrer, ob man die nicht noch im Passagierraum unterbekommen koenne. Doch der Fahrer bleibt hart: amanã, nimm den Bus morgen! Der Abgewiesene verlaesst das Busterminal mit einem Wagen voller karierter Taschen...

Schliesslich kommt mein Bus dann doch noch und am naechsten Tag um 11:30 komme ich schliesslich in Joinville an, wo mich Joel am Busterminal abholt. Joinville ist eine relativ kleine Industriestadt, die erschreckend an eine deutsche Stadt erinnert. Wurde von deutschen und italienischen Einwanderern gegruendet. Gehen an diesem Abend gleich noch ein paar Caipis schluerfen, bzw. bleibt Joel lieber bei Bier, waehrend ich den Caipi trinke. Lerne von ihm und seinem Kollegen (wer haette gedacht, dass ich mal mit zwei Professoren einen trinken gehen wuerde) wichtigen portugiesischen Grundwortschatz (z.B. was Knackarsch oder Aehnliches heisst...).

Nachdem ich mich gerade einigermassen gut auf Spanisch durchschlagen konnte (Sprechen spanisch wie Argentinier schon und Argentinier glaube auch, sprechen schon wie Argentinier - oder so), muss ich mich an die naechste Sprache gewoehnen. Wenigstens sind viele der Worte in portugiesisch sehr aehnlich zu den spanischen Pendands. Aber danke heisst obrigado, nicht gracias!!!

Heute ist mein zweiter Tag hier und ich sitze gerade in Professor's Buero, waehrend er fleissig Vorlesungen haelt ;o)

Freitag, Wochenende, vielleicht geht es noch nach Blumenau aufs Oktoberfest. Leider laeuft langsam meine Zeit ab. In ca. drei Wochen bin ich wieder in Deutschland... :o(

Posted by theandyman 09:42 Archived in Brazil Comments (0)

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